Positives Jahresergebnis 2025

von s.fusshoeller-kleinert

REVG-Geschäftsführer Walter Reinarz, Aufsichtsratsvorsitzender Gregor Golland und Geschäftsführer Martin Gawrisch stellen das Jahresergebnis 2025 der REVG vor.

 

Die REVG zieht positive Bilanz für 2025. Der Aufsichtsratsvorsitzende Gregor Golland stellt das Ergebnis am 5. Mai 2026 der Presse vor.

Die REVG schließt das Geschäftsjahr 2025 mit einem geringeren Defizit als geplant ab. „Nach vorläufigen Zahlen liegt das Ergebnis drei Millionen Euro besser als im Wirtschaftsplan 2025 prognostiziert“, erläutert Gregor Golland, Vorsitzender des Aufsichtsrats der REVG. Der Jahresfehlbetrag beträgt ca. 32 Millionen Euro.

Das Ergebnis begründet er mit weiterhin ansteigenden Fahrgastzahlen und der zunehmenden Nutzung des Deutschlandtickets. Die verkauften ÖPNV-Fahrten, inkl. aller Deutschlandtickets, sind um knapp 500.000 gestiegen. Somit sind die Fahrgastzahlen in den REVG-Buslinien auf knapp 16 Millionen Personen gestiegen. Die für das Deutschlandticket durch Bund und Land gezahlten Ausgleichsmittel wirken sich ebenfalls positiv auf die Erträge aus. Ob nach der Deckelung der Ausgleichszahlungen und bei weiterhin steigenden Aufwands- und Betriebskosten die Mittel noch ausreichen werden, stellt Geschäftsführer Martin Gawrisch in Frage.

Zusätzlich beeinflussen mehrere Sondereffekte das Ergebnis: Verzögerungen bei Projekten – darunter die spätere Auslieferung der Wasserstofffahrzeuge und die Inbetriebnahme der H2-Tankstelle – führen zu geringeren Aufwendungen im Jahr 2025. Auch reduzierte Personalkosten infolge des Fachkräftemangels sowie ein stabilerer Dieselpreis als erwartet wirken sich verlustmindernd aus.

„Ein zentrales Thema war die Inbetriebnahme unserer Wasserstoffbusse und der dazugehörigen Tankstelle“, sagt REVG-Geschäftsführer Walter Reinarz. „Knapp ein Jahr nach Auslieferungsstart sind die Fahrzeuge zuverlässig im Linienbetrieb angekommen und erfüllen unsere Erwartungen in Reichweite und im Betrieb.“ Inzwischen werden 81 Prozent der Gesamtfahrleistung im Rhein-Erft-Kreis mit Fahrzeugen der Emissionsklasse Euro 6 oder besser durchgeführt. Zudem wurde der erste vollelektrische Linienbus in den Fuhrpark integriert. Insgesamt erbrachte die REVG auf einem Liniennetz von 1 263 Kilometern über 9,2 Millionen Fahrleistungskilometer.

Die Zahl der Deutschlandticket-Abonnements ist - trotz der Preiserhöhung auf 63 Euro – weiter gestiegen. Das Deutschlandticket ist sowohl als HandyTicket als auch als Chipkarte die dominierende Ticketart. Mit der Einführung des Rheinlandtarifs zum 1. Juni dieses Jahres erwartet die REVG einen weiteren Zuwachs an Abonnenten.

Auch das Angebot wurde 2025 weiter verbessert. Die Umsetzung der Maßnahmen aus dem Nahverkehrsplan des Rhein-Erft-Kreises, wie z. B. Linienverlängerungen, optimierte Fahrzeiten und einheitliche und dichtere Takte, führten zu einer höheren Attraktivität des ÖPNV im Rhein-Erft-Kreis.

Der On-Demand-Verkehr „mobie“ hat den Kraftraum-Shuttle in Bergheim abgelöst. Insgesamt hat sich der Bedarfsverkehr gut etabliert und ergänzt das Linienangebot im Rhein-Erft-Kreis erfolgreich.

 

Ausblick 2026

Die Modernisierung der Flotte wird fortgesetzt: Für 2026 wurden 80 neue schadstoffarme Dieselomnibusse, darunter 23 Gelenkomnibusse von MAN bestellt. Die Auslieferung hat Anfang Mai begonnen. Gleichzeitig plant das Unternehmen, sich an künftigen Förderprogrammen für alternative Antriebe erneut zu beteiligen.

Für das laufende Jahr plant die REVG weitere Investitionen in Sicherheit und Digitalisierung. Ein zukunftsweisendes Projekt ist das „Autonome Fahren im Rheinischen Revier“. „Hier wird die Digitalisierung für unsere Fahrgäste konkret erlebbar“, so Reinarz.

Die digitalen Haltestellen werden bis zum Jahresende an 500 Standorten im Kreis umgerüstet, weitere ca. 900 Fahrplananzeiger sollen folgen.

Das Sicherheits- und Prüfpersonal ist mit Bodycams und Schutzausrüstung ausgestattet und wird ab Juni 2026 weiter personell um das Doppelte aufgestockt.