REVG ordert 95 fabrikneue Busse für den Linienverkehr im Rhein-Erft-Kreis

Im Mai hat die REVG Rhein-Erft-Verkehrsgesellschaft mbH die Produktion von Linienomnibussen in Auftrag gegeben. Bis zum Jahresende 2018 liefern die Hersteller Scania und EvoBus insgesamt 95 Leasing-Linienbusse der Diesel-Schadstoffklasse Euro 6 an die REVG aus.

In der zweiten Stufe des Ausschreibungsverfahrens erhielt die Scania Deutschland GmbH konkurrenzlos den Zuschlag für zwei Lose, das entspricht 52 Linien-Omnibussen, im Operate-Leasing-Verfahren. Bei diesem Finanzierungsmodell liegt, bei kurzen Vertragslaufzeiten, das volle Risiko beim Leasinggeber. Das Vergabeverfahren erforderte die zweite Stufe ohne Teilnahmewettbewerb, da in der vorangegangenen offenen Stufe der europäischen Ausschreibung keine zuschlagsfähigen Angebote bei der REVG abgegeben wurden. Die Angebotsprüfung und Verfahrensüberwachung führte die TÜV Rheinland InterTraffic GmbH durch.

Nach anschließenden direkten Verhandlungen mit den an der Ausschreibung interessierten Herstellern, erhielt die EvoBus GmbH, ein Tochterunternehmen der Daimler AG, den Zuschlag für die noch benötigten 43 Fahrzeuge, darunter 17 Gelenkomnibusse. Die Bestellung erfolgte im Finance-Leasing-Verfahren am 30.05.2018. Statt der kurzfristigen, flexibel kündbaren, Verträge wurden hierbei Leasinglaufzeiten von bis zu acht Jahren vereinbart.

Gemäß Kreistagsbeschluss muss die REVG ab 01.01.2019 51 Prozent der Fahrleistung im Rhein-Erft-Kreis selbst erbringen. „Der Betriebshof in Kerpen-Türnich ist bereits angemietet, die Busfahrer-Akquisition läuft; mit der Busbeschaffung ist ein weiterer Meilenstein geschafft“, zeigt sich Walter Reinarz, Geschäftsführer der REVG, zufrieden. „Die inzwischen optimierte Anzahl an Fahrzeugen – 95 statt 109 - konnte trotz des verlängerten Ausschreibungsverfahrens fristgerecht bis zum 30. Mai geordert werden. Mit beiden Herstellern haben wir markenstarke und zuverlässige Partner an unserer Seite.“ 

Die Citaro-Busse von EvoBus und Citywide-Modelle von Scania entsprechen der Diesel-Schadstoffklasse EURO 6. Durch die schadstoffärmste Ausbaustufe 6 und das im Öffentlichen Dienstleistungsauftrag des Rhein-Erft-Kreises (ÖDA) vorgegebene durchschnittliche Höchstalter der gesamten Busflotte von acht Jahren, werden sich die Schadstoffe in der Luft im Rhein-Erft-Kreis deutlich reduzieren. Zum Vergleich: Derzeit sind nur knapp 13 Prozent der im Rhein-Erft-Kreis eingesetzten Dieselfahrzeuge mit Euro-6-Norm unterwegs.

Nach Aufnahme der Verkehre in 2019 will die REVG – so sieht es auch der ÖDA vor – neue Entwicklungen aufgreifen und den Einsatz von emissionsfreien Antriebstechniken vorantreiben.

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